Willkommensfeier in der Fachschule Mistelbach



An der Fachschule Mistelbach stehen Menschlichkeit, persönlicher Umgang und die Förderung von Eigenständigkeit, Kreativität sowie Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt. Dies zeigte sich auch bei der diesjährigen Willkommensfeier, die am Dienstag, 15. Oktober, unter dem Motto „Gemeinsam in die Zukunft“ stattfand.

Die Schülerinnen und Schüler der 1A, 2A und 3A gestalteten die Feier gemeinsam – angeleitet von Direktorin Martina Fichtenbauer und Ing. Michaela Wiesinger, die auch durch das Programm führte. Ein zentraler Programmpunkt war die Auseinandersetzung mit den Fragen: „Was macht mich glücklich?“ „Warum tue ich, was ich tue?“ „Was kann ich selbst tun?“

Durch diese Reflexion wurde bewusst gemacht: Gutes Lernen gelingt nur, wenn wir uns wohlfühlen – und eine funktionierende Gemeinschaft lebt vom Engagement jeder und jedes Einzelnen. Jeder persönliche Beitrag zählt.

Die Veranstaltung bot den neuen Schülerinnen und Schülern nicht nur einen Einblick in die Lernkultur der Fachschule, sondern markierte auch den Startpunkt für ein erfolgreiches, gemeinsames Schuljahr.

Mit Materialien aus der Natur und stimmungsvollen Assecoires schufen die Schülerinnen der 3A im Unterricht individuelle Allerheiligengestecke – eine handwerkliche Hommage an die Verstorbenen und ein Zeichen gelebter Tradition. Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November) sind mehr als Gedenktage: Sie erinnern an die Vergänglichkeit, stärken den familiären Zusammenhalt und bieten Raum für Trauer und Hoffnung. Besonders in Pflegeeinrichtungen werden diese Feste zu wichtigen Fixpunkten, die Bewohner:innen Trost spenden und Gemeinschaft stiften.

Hier zeigt sich die soziale Bedeutung der Hauswirtschaft: Sie bewahrt Bräuche, organisiert Feste und schafft durch Rituale wie das gemeinsame Gestecke binden Vertrautheit im Alltag. Gerade in einer schnelllebigen Zeit sind solche Traditionen wertvolle Anker – sie verbinden Generationen, geben Halt und machen Kultur erlebbar. Die Kreativität der Schülerinnen beweist: Tradition ist kein Relikt, sondern lebendige Praxis, die Verbundenheit stiftet und Identität stärkt.