Kreativität in der FS Mistelbach: Schülerinnen entdecken die Magie der Cyanotypie



In der Fachschule Mistelbach wird Kreativität großgeschrieben. Besonders die Schülerinnen des Ausbildungsschwerpunkts Öko.Wirtschaft.Design beweisen dies mit ihren jüngsten Projekten. Sie wagten erste Versuche in der faszinierenden Welt der Cyanotypie – einem historischen fotografischen Verfahren, das durch seine charakteristischen blauen Abzüge besticht.

Die Cyanotypie, auch Blaudruck genannt, ist ein fotografisches Verfahren aus dem Jahr 1842. Dabei wird eine lichtempfindliche Lösung auf Papier oder Stoff aufgetragen, mit UV-Licht belichtet und anschließend mit Wasser entwickelt. Das Ergebnis: tiefblaue, lichtbeständige Bilder, die durch die britische Naturforscherin Anna Atkins bekannt wurden. Heute wird die Technik vor allem in der Kunst und für kreative DIY-Projekte genutzt.

Kreativität trifft Tradition

Die Schülerinnen der FS Mistelbach setzten die Cyanotypie ein, um eigene Motive zu gestalten – von Pflanzendrucken bis zu abstrakten Kompositionen. „Es ist spannend, wie Licht und Chemie zusammenwirken, um solche Effekte zu erzeugen“, erzählt eine Schülerin begeistert.

Mit Projekten wie diesem zeigt die FS Mistelbach, wie traditionelle Techniken neu interpretiert werden können. Die Ergebnisse sind nicht nur künstlerisch wertvoll, sondern auch ein Beweis für den innovativen Geist der Schule.

Mit Materialien aus der Natur und stimmungsvollen Assecoires schufen die Schülerinnen der 3A im Unterricht individuelle Allerheiligengestecke – eine handwerkliche Hommage an die Verstorbenen und ein Zeichen gelebter Tradition. Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November) sind mehr als Gedenktage: Sie erinnern an die Vergänglichkeit, stärken den familiären Zusammenhalt und bieten Raum für Trauer und Hoffnung. Besonders in Pflegeeinrichtungen werden diese Feste zu wichtigen Fixpunkten, die Bewohner:innen Trost spenden und Gemeinschaft stiften.

Hier zeigt sich die soziale Bedeutung der Hauswirtschaft: Sie bewahrt Bräuche, organisiert Feste und schafft durch Rituale wie das gemeinsame Gestecke binden Vertrautheit im Alltag. Gerade in einer schnelllebigen Zeit sind solche Traditionen wertvolle Anker – sie verbinden Generationen, geben Halt und machen Kultur erlebbar. Die Kreativität der Schülerinnen beweist: Tradition ist kein Relikt, sondern lebendige Praxis, die Verbundenheit stiftet und Identität stärkt.